Temnitschka
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BESTIARIUM 2.Auflage (ab 2024)
Vor längerer Zeit habe ich schon einmal ein recht umfangreiches „Bestiarium“ geschaffen, kleinere und größere Tiere, die jeweils Protagonist*innen ziemlich absurder Geschichten sind.
Angeregt zu den literarischen Texten, in denen das Wesen, die Eigenheiten und Interaktionen der Kreaturen beschrieben werden, wurde ich durch meine Erinnerungen an „Brehms Tierleben“, eine populärwissenschaftliche Enzyklopädie, die in jedem Bücherschrank unserer Großelterngeneration zu finden war. Auch meine Großmutter hatte diese Bände und ich habe gerne darin geschmökert.
Alfred Brehm war ein fabulierender Erzähler, der die von ihm beschriebenen Tiere sehr vermenschlicht hat.
Seit kurzem verfüge ich, nach Jahren wieder, über eine gut ausgestattete Werkstatt bei unserem Sommerquartier am Land. Hier habe ich die Arbeit mit Metall wieder aufgegriffen. Meine erste Studienwahl war die der Metallgestaltung, und die Faszination an diesem Werkstoff hat mich nie verlassen, auch wenn ich mich später schwerpunktmäßig der Malerei zugewandt habe.
Dass ich mein Bestiarium nun fortsetze, war naheliegend. Hier am Land bin ich viel mehr mit der Tierwelt konfrontiert als in Wien und ich beobachte alles was kriecht, summt und fliegt - vom Igel, über Vögel bis zur Gottesanbeterin - mit großer Freude.
Speziell Insekten liegen mir am Herzen und ihr Rückgang seit meiner Kindheit beunruhigt mich sehr. Das Artensterben wird in Bezug auf Insekten, meinem Eindruck nach, nicht ausreichend thematisiert. Es scheint fast, als ob die Bedeutung dieser kleinen Lebewesen für uns alle noch nicht ins kollektive Bewusstsein gedrungen wäre.
Zugegeben, Fliegen am Sommerpartybuffet sind lästig. Aber vielleicht müssen wir uns nur beschäftigen mit den Motiven der kleinen Brummer und ihrer unzähligen Artgenoss*innen, um sie zumindest akzeptieren zu können und vielleicht stellen wir dann fest, dass sie sich gar nicht so sehr von uns unterscheiden. Im Grunde verfolgen sie die gleichen Ziele wie wir: Sex-Partner*in finden, (fr)essen, Häuschen bauen, Kinder bekommen, schlafen, spielen….u.v.m.
Durch Kontakte zu einem Forschungslabor, dessen Team sich speziell mit wenig bis gar nicht bekannten, oder in Vergessenheit geratenen Tierarten beschäftigt, durfte ich Einblicke in die Welt kleiner, sehr spezieller Lebewesen erhalten.
Einige davon kann ich Ihnen hier vorstellen.



















































































